Katholische Pfarrgemeinde "Hl. Bruno von Querfurt"
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Geschichte der Stadt Querfurt

regionales Umfeld > Querfurt
Zeittafel zur Querfurter Stadtgeschichte

um 380 000 v. Chr.
erste Besiedlungsspuren in unserer Gegend;
Feuersteinfunde bei Kleinwangen (Zwischeneiszeit)

5000 v. Chr.
Bandkeramikfunde im Raum Querfurt, vor allem bei Lodersleben

um 3000-2000 v. Chr.
Bauern der Bernburger Kultur siedeln sich im Raum Querfurt an, Schnurkeramikfunde in unserem Raum, zahlreiche Grabhügel entstanden; lebte „Emmi“ im Raum Querfurt (Grabfunde 1991)

um 2200-2000 v. Chr.
Angehörige der „Aunjetitzer Kultur“ im Raum Querfurt an der Stelle der heutigen Burg (Bronzezeit)

um 1200 v. Chr.
Entstehung der Himmelsscheibe von Nebra

um 700 v. Chr.
Funde der früheren Eiszeit (Stadtweg)

um 250 n. Chr.
Besiedlung durch die Wariner

bis 530 n. Chr.
Zugehörigkeit zum Thüringer Reich

531 n. Chr.
Sieg der Franken und Sachsen bei Burgscheidungen über die Thüringer, Untergang des Thüringer Reiches.

568
Sachsen verlassen unsere Gegend im Zuge der Völkerwanderung; Schwaben, Hessen und Friesen drängen nach, wenige Jahre später kehren die Sachsen zurück.

575
Entscheidungsschlacht bei der Eichstädter Warte. Sachsen werden vernichtend geschlagen. Ihre Reste siedeln sich zwischen den anderen Völkern an. In wenigen Jahren durchdringen sie mit ihrer Kultur die anderen Völker, so dass bereits im 7. Jahrhundert das Gebiet als sächsisch angesehen wurde

743
Wigbert, ein Mitarbeiter des heiligen Bonifazius, folgt Karlmann dem Bruder Karls des Großen, in das Gebiet der „Wilden Sachsen“ und beginnt mit der Missionierung der Sachsen.

08.März 780
das Hassegau (Hosgau) wird in Worms von Karl den Großen, dem Kloster Hersfeld unterstellt.(Zehnt)

9.Jahrhundert
Querfurt wird im Hersfelder – Zehntverzeichnis nachweislich erwähnt

973/74 – 1009
Lebenszeit des heiligen Bruno von Querfurt

1004
Brun stiftet aus Mitteln seines mütterlichen Erbes die Burgkirche und gründete ein Chorherrenstift

1188
die innere Stadtmauer ist vorhanden, Querfurt besitzt Stadtrecht

1144
Kloster Marienzelle wird an die Querne westlich Querfurts verlegt (Mönchtal).

um 1150
eburt von Konrad III. von Querfurt. Vom Kaiser Barbarossa wird er zum Erzieher seines Sohnes Heinrich VI. berufen. Dieser vertraut ihm später das Bistum Hildesheim ,Würzburg und das Kanzleramt des Deutschen Reiches an

1180
Burchardt IV. von Querfurt und seine Brüder bauen eine Kapelle in Esenstedt zum Gedächtnis des heiligen Brun von Querfurt (Eselswiese)

um 1200
gründet Konrad III. von Querfurt die Stadt Karlstadt in Franken, heute Partnerstadt von Querfurt.

um 1357
Bau der äußeren Stadtmauer mit 20 Türmen

1358
Gründung der Karmeliterklause an der Stelle der jetzigen Stadtschule ( Roßplatz)

1383
die Edelherren verlegen ihre Grablege von Marienzelle wieder in die Burgkirche.

1455
Bau des neuen Rathauses mit Weinkeller

1461/1479
Brun VIII. baut die äußeren Befestigungen der Burg mit den drei Basteien und Westtoranlage.

1480
besaß die Stadt mit der Lateinschule (heute Berufsschule) die erste Schule

1496
das Geschlecht der Edelherren von Querfurt stirbt mit Brun VIII. aus. Die Herrschaft wird vom Erzbistum Magdeburg als erledigtes Lehen eingezogen.

1523
Fertigstellung der Stadtkirche St. Lamperti.

1524/25
kam es in den nördlichen Dörfern der Herrschaft zu Bauernunruhen

1525
Kloster Marienzelle wird von Bauern geplündert.

1528
wütet die Pest in Querfurt und fordert erhebliche Opfer

1538
war es um die Weihnachtszeit so warm, dass die Blumen wie im Frühling blühten.

1542
Einführung der Reformation in der Herrschaft Querfurt, Valentin Hartung, genannt Paceus, ist erster "Lamperti“ – Er kehrte später zum katholischen Glauben zurück.

1550
erneute Pestepedemie

1555
allgemeine Kirchenvisitation der ganzen Herrschaft, damit wird die Reformation verbindlich

1558
Kloster Marienzelle wird aufgelöst

letztes Drittel 16.Jh.
Anlegung des jetzigen Friedhofs (bis 1572 Friedhof auf dem Platz der Kreisverwaltung; Burgring 1)

1625
erste Besetzung durch kaiserliche Truppen im 30-jährigen Krieg

17.09.1631
Gustav Adolf von Schweden bezieht mit seinem Heer in und um Querfurt Quartier

1635
die Herrschaft Querfurt wird im Prager Seperationsfrieden dem Kurfürstentum Sachsen zugeteilt

1640
Erstürmung Querfurts durch die Schweden

1641
die Kaiserlichen unter Piccolomini bringen große Not über Querfurt

1642/48
Querfurt erneut in den Händen der Schweden

1648
zogen die Schweden teilweise ab, behielten aber die Burg bis1650 als Pfand für die Zahlung von Satisfaktionsgeldern

1655
ein Brand legt große Teile der Stadt in Schutt und Asche

1655
Wiederaufbau des Rathauses

1656
Tod des Kurfürsten, Johann Georg I. von Sachsen. Neben dem Herzogtum Weißenfels fielen auch die Ämter Querfurt, Dahme, Jüderbog und Burg an den Herzog August von Sachsen-Weißenfels (2.Sohn des Kurfürsten)

1663
Bildung des Fürstentums Querfurt, bestehend aus folgenden Ämtern: Ortschaften: Querfurt, Jüterbog, Dahme, Burg, Freyburg, Sittichenbach, Wendelstein, Laucha, Reinsdorf, St.Ulrich und Heldrungen. Querfurt wurde Hauptstadt des reichsunmittelbaren Fürstentums, in dem Landtage stattfanden, mit eigener Verfassung, einem eigenen Landtag und Sitz und Stimme in den obersächsischen Kreistag

29.08. 1678
Tod der Jungfrau Anna Regina Lasse (Brandjungfrau); große Teile der Innenstadt werden durch schwere Brände zerstört.

1686
Wiederaufbau der Stadtkirche in der heutigen Gestalt.

1699
Fertigstellung des Rathausturmes

1721
ließ Herzog Christian auf der Wiese, auf den Grundmauern der Brunskapelle ein Lustschloss mit Terrasse errichten (Wiesenhaus). Er führte den Pferdemarkt ein, der bis in die30er Jahre des 20. Jahrhunderts abgehalten wurde.

1746
Tod von Johann Adolph II. von Sachsen – Weißenfels – Querfurt, Querfurt fällt an Kursachsen zurück, bleibt aber reichsunmittelbares Fürstentum

15.09.1757
Einquartierung von 5000 Mann in der Stadt. Die Stadt hatte in diesem Jahr besonders unter den Plünderungen, Feuersbrünsten und marodierenden Truppen zu leiden.

1760
das württembergische Armeekorps lagert vor Querfurt. Es mussten 30 000 Portionen und 10 000 Rationen für 16 000 Mann geliefert werden, des weiteren hatte das Fürstentum in diesem Jahr noch 11 000 Taler zu zahlen.

1762
die Preußen besetzen Querfurt.

25.07.1800
letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Marktplatz. Der Uhrmacherlehrling Ferdinand Bury wurde wegen eines verübten Raubmordes enthauptet

16.10.1806
nach der Schlacht bei Jena und Auerstädt zog die französische Armee mit 6000 Mann unter Bernadotte in Richtung Halle durch Querfurt. Bernadotte bezog Quartier auf der Burg und gab gegen 6.00 Uhr Querfurt zur Plünderung frei. Im Verlauf der napoleonischen- und Befreiungskriege kam es zu ständigen Einquartierungen, Plünderungen und Übergriffen

1815
die Herrschaft Querfurt wurde preußischer Besitz. Die ehemals sächsischen Ländereien sowie Burg wurden einer Domänennutzung zugeführt. Dieses Territorium blieb bis 1950/52 bestehen und bildete den ehemaligen Kreis Querfurt

1818
2900 Einwohner von Querfurt lebten in 500 Gebäuden

1840
erste Gründung des Gewerbevereins Querfurt, der sich aber bald wieder auflöste

1850
Errichtung des Geisthospitals

1871
Gründung der Zuckerfabrik Rödiger & Co.

1874
Errichtung des Standesamtes im Rathaus

1876
Bau des Kreisständehauses

1884
Bau der Eisenbahn Querfurt – Röblingen; Gründung der Molkerei Lücke & Co.

21.10.1889
Einweihung der Stadtschule (Rossplatz)

1895
Bau des Postgebäudes auf dem Freimarkt

28.10.1896
Eröffnung der Stadtbibliothek

1900
Bau des Amtsgerichtes

1901
Errichtung des E- Werkes Obhäuser Weg (200.000,-RM), Straßenbeleuchtung für Querfurt; E - Werk an AEG Berlin verpachtet, seit 1906 als Stadtwerk betrieben

1902
Fertigstellung des städtischen Krankenhauses

1904
Bau der Eisenbahn Querfurt – Vitzenburg

1906
Bau des Freibades

1909
Bau der katholischen Kirche in der Johannes – Schlaf – Str.

1911
Bau der Eisenbahn Querfurt – Mücheln

1925/26
Ausbau des E – Werkes zur Versorgung des Umlandes

1926
Regulierung der Querne

1927
Bau eines Wasserwerkes – damit Ablösung der Wasserversorgung aus Brunnen

1927
Errichtung des Warmwasserbades in der Baummühle

01.10.1928
Eingemeindung der Gutsbezirke Weidenthal – Weidlich und Weidenthal von Kotze

01.01.1929
Eingemeindung des Gutsbezirkes Schloss Querfurt

01.07.1929
Eingemeindung Thaldorf

13.01.1930
Anschluß der Stadt an die Gasversorgungsgesellschaft

1930
Pflasterung der Geistpromenade als Umgehungsstraße; Neupflasterung der Nebraer Straße, Klippe und Markt

28.06.1936
Einweihung des Brunsdenkmales am Braunsbrunnen

November 1937
Aufteilung der Domäne Schloß Querfurt in Bauernsiedlungen

11.04.1945
Amerikanische Bomber greifen eine Fahrzeugkolonne der deutschen Wehrmacht, die sich in der Geistprommenade befindet, an. Dabei werden 24 Einwohner getötet und sechs Eigenheime zerstört.

27.03.1947
Hochwasser setzt große Teile der Altstadt unter Wasser

1950/52
im Zuge der Gebietsreform der ehemaligen DDR wurde der Kreis Querfurt verkleinert

1968
Bau des Wohngebietes „Nemsdorfer Weg“

1983
Bau des Wohngebietes „Karl- Marx- Straße“

1988
Feier“ 1100 Jahre Querfurt“

1989
viele Bürger beteiligen sich im Herbst an gewaltlosen Demonstrationen, Veranstaltungen in Kirchen und Friedensgebeten

06.05.1990
erste freie Kommunalwahlen seit 1933

03.10.1990
die Länder der ehemaligen DDR vereinigen sich als „ Neue Bundesländer“ mit den „Alten Bundesländern“ der Bundesrepublik Deutschland

20.10.1990
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Karlstadt am Main und Querfurt

14.10.1991
Beginn Erschließungsarbeiten Gewerbegebiet „ObhäuserWeg“

11/1992
Umstellung von Stadtgas auf Erdgas

05.04.1993
1.Spatenstich für den Wohnpark „ Mägdegrund “

25.06.-28.10.1993
Bau des Parkplatzes „Nebraer Tor“

14.02.1994
Baubeginn für die Kanalisierung Merseburger Straße (an der Geistkirche)

20.05.1994
Abschluß Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet „Obhäuser Weg“

07.06.1994
neue Vermittlungsstelle Birkenweg mit einer Kapazität vonmehr als 6000 Teilnehmern wird in Betrieb genommen

13.04.1994
Hochwasser: Teile der Altstadt und Ortsteil Lodersleben wurden vom Hochwasser betroffen

01.07.1994
Im Zuge der Gebietsreform in Sachsen – Anhalt schließen sich die Kreise Merseburg und Querfurt zum Landkreis Merseburg- Querfurt zusammen

01.01.1995
Eingemeindung der Orte Gatterstädt und Lodersleben zu Querfurter Ortsteilen

30.08. – 01.09.1996
Altstadtfest anlässlich der Übergabe der rekonstruierten Innenstadt (Merseburger Str., NebraerStraße)

11.09.1996 / 05.36 Uhr
erschüttert ein Erdbeben unsere Gegend. Auslöser war ein Gebirgsschlag in der ehemaligen Kaligrube Teutschenthal

16. – 20.06.1999
großes Altstadt- und Burgfest 1111 – Jahre Querfurt

01.09.2001
Auszeichnung der Stadt Querfurt mit einer Goldmedaille auf der BUGA in Potsdam im Bundeswettbewerb „Unsere Stadtblüht auf“ im Rahmen der ENTENTE FLORALE

18.10.2001
erneuter Tagbruch auf der B 180 bei Eisleben. Trotz enormer Sicherheitsaufwendungen war die Straße ohne Vorwarnung an der gleichen Stelle in der letzten Nacht in einem Krater von 30 m Durchmesser eingebrochen, auch diesmal ohne Personenschaden.

20.06.2003
Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Gyzicko (Lötzen) in Ostpreußen, dem Todesort des Hl. Bruno von Querfurt, und Querfurt

17.01.2004
Eingemeindung der Verwaltungsgemeinschaft Forst Hermannseck in die Stadt Querfurt

16.08.2006
Übergabe der Ortsumgehung Querfurt

01.07.2007 die bisherigen Landkreise Saalkreis und Merseburg – Querfurt werden zum Saalekreis zusammengeschlossen

Herzlich Willkommen auf der Internetseite der römisch-katholischen Pfarrei "Sankt Bruno von Querfurt" in Querfurt (Sachsen-Anhalt)
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