Katholische Pfarrgemeinde "Hl. Bruno von Querfurt"
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Brunos Leben

Historische Daten
Kurzgefasster Lebenslauf Brunos von Querfurt, auch als Brun oder Bonifatius bekannt

um 974 wird Bruno von Querfurt auf der Burg Querfurt als Sohn des sächsischen Edlen Brun und seiner Frau Ida geboren. Es gibt Anhalt dafür, dass er mit dem deutschen Kaiserhaus der Ottonen verwandt war.
In der Magdeburger Domschule ausgebildet wurde er später dort Domherr.
Im Jahre 981 erfolgte durch König Otto II. die Aufhebung seines Heimatbistums Merseburg, eine Entscheidung, die Bruno scharf rügte und sah darin eine Strafe Gottes.
Wahrscheinlich im Sommer 997 wurde er Hofkapellan bei Kaiser Otto III.

Sein Idol, Adalbert von Prag erlitt 997 (23. April) den Märtyrertod, was Bruno erschütterte und gleichzeitig den Wunsch in ihm werden lies in dessen Fußstapfen zu treten.
Folglich trat er 998 in Adalberts Kloster San Bonifazio und Alessio auf dem Aventin in Rom ein.
999 legte er das Gelübde als Mönch ab und nahm den Namen Bonifatius an.
1001 gründete er mit dem hl. Abt Romuald in den Sümpfen des Po bei Pereum, nördlich von Ravenna, eine Einsiedelei. Otto III. trat mit dem Wunsch an ihn heran die Mission in Polen zu übernehmen,
1002 beauftragte ihn Papst Sylvester II. mit der Mission im Osten und überreichte ihm das Pallium.

Einige der Mönchsbrüder, darunter Johannes und Benedikt, waren bereits nach Polen vorausgegangen um eine Einsiedelei zu gründen. Zu dieser Zeit führte Heinrich II., Otto´s Nachfolger, gerade Krieg gegen Polen, weshalb Bruno nach Ugarn auswich. Dadurch begegnete er dort König Stephan, dem Nationalheiligen von Ungarn. Die Missionierung selbst aber zeigte keine Ergebnisse.
1004 besuchte er den Hof König Heinrich´s II., wurde von Tagino von Magdeburg in Merseburg zum Missions - Erzbischof geweiht und stiftete seiner Heimatstadt Querfurt die Burgkirche.
Nachdem Ungarn als Verbündeter der deutschen Krone in den Krieg gegen Polen eintrat sah Bruno seine Chance, seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen und reiste zu den "Széklern" nach Siebenbürgen.

1007 wollte Bruno nun endlich vom Osten her nach Polen reisen, dabei lernte er den Großfürsten von Kiew, Wladimir I. Swjatoslawitsch, kennen mit der Folge, dass er zunächst in Westrussland am unteren Dnjepr, unteren Don bis zur unteren Donau unter den Petschenegen missionierte.

Im Sommer 1008 vermittelte er zwischen Wladimir und den Petschenegen einen Frieden. Er setzte seinen Begleiter als Bischof ein und reiste danach nach Polen zu Boleslaw I. Dort angekommen schrieb er die Geschichte über seine Gefährten Benedikt, Johannes und die anderen "fünf Märtyrer der Mission in Polen".
Ein neuer Krieg zwischen Heinrich und Boleslaw brach aus und Bruno versuchte letztmalig beide auszusöhnen. Zwischenzeitlich sandte er auch nach Schweden einen Bischof, wo sich König Olaf mit einem großen Teil seines Volkes zum Christentum bekehren ließ.
Anfang 1009 wandte er sich dann ein weiteres Mal erfolglos der Mission unter den Pruzzen (Sudauen) zu.

Auf dem Rückweg nach Russland wurde er zusammen mit 18 Gefährden in confinio Rusciae et Lituae von den Heiden überfallen und enthauptet.(Sanctus Bruno qui cognominantur paganis capitae plexus cum suis XVIII, VII Id. Martii petijt coelos).
Diese Anales Quedlinburgensis von 1009 sind gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung des Namens Litauen, mithin gilt das Jahr 1009 als des Geburtsjahr Litauens.

Fürst Boleslav kaufte die Leichname Brunos und seiner Gefährten und ließ sie nach Polen bringen.
Auf dem Tafelberg am Löwentinsee bei Lötzen, dem heutigen Gizycko, in Ostpreußen erinnert ein großes eisernes Kreuz an ihren Tod.

Neben Thietmar von Merseburg gilt Bruno als der bedeutendste Chronist seiner Zeit. Er verfasste u.a. eine Vita über Adalbert von Prag. Eine wichtige Geschichtsquelle ist sein Briefwechsel mit Kaiser Heinrich II.

Bruno wird auch oft als Brun oder Bonifatius benannt, er ist der Schutzpatron der Preußen und nunmehr auch der Katholiken unserer neuen Querfurter Pfarrei. Seine Attribute sind: reitend auf einem Esel und mit abgeschlagener Hand.

(Quelle: www.heiligenklexikon.de ; www.hab.de [Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, 2003] ; www.wikipedia.org))

Die Burg Querfurt, größte erhaltene Burganlage in Mitteldeutschland und Geburtsstätte des Heiligen Bruno von Querfurt
Die Querfurter Burgkirche, gestiftet vom Hl. Bruno von Querfurt
Das Brunokreuz auf dem Tafelberg bei Lötzen (Gizycko) in Ostpreußen.
Im Vordergrund sind Querfurter Katholiken bei einem Besuch in der polnischen Partnergemeinde
Fresko aus dem Kloster Swiety Krzyz in Polen mit der Darstellung des Todes des Heiligen Bruno von Querfurt
Herzlich Willkommen auf der Internetseite der römisch-katholischen Pfarrei "Sankt Bruno von Querfurt" in Querfurt (Sachsen-Anhalt)
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